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Bomberangriff jährt sich zum 75. Mal

Der Ortsbeirat von Bad Bodendorf lädt zu einer Erinnerungsveranstaltung ein

Der 23. Januar 1945 war für Bad Bodendorf ein schwarzer Tag: US-Jagdbomber greifen an diesem Tag eine Eisenbahnflakbatterie an, die südlich des Reisbergs auf den Gleisen steht. Aufgabe der insgesamt sechs Fliegerabwehrkanonen, mit denen dieser Waggon ausgestattet ist: feindliche Fliegerangriffe auf die Ahrbrücken in Sinzig und auf die Ludendorff-Rheinbrücke in Remagen abwehren. Die Flakbatterie ist gefechtsbereit und blockiert deshalb auch das Nachbargleis. Ein aus Richtung Bad Neuenahr kommender Lazarettzug mit verletzten Soldaten muss deshalb vor der Flakbatterie anhalten. In diesem Moment greifen die Kampfflugzeuge an - zuerst mit Bomben, im zweiten Anflug dann mit Bordwaffen. Dabei kommen nicht nur die beiden Soldaten ums Leben, die die Fliegerabwehrkanonen bedienen, sondern auch viele Insassen des Lazarettzugs sowie mehrere Zivilisten.

Anlässlich des 75. Jahrestages dieses Unglücks lädt der Ortsbeirat Bad Bodendorf für Freitag, 17. Januar, ab 19:00 Uhr zu einer Veranstaltung mit Wolfgang Gückelhorn in die Winzergaststätte (Hauptstraße 117) ein. Der in Bad Breisig wohnende Militärhistoriker präsentiert dann Ergebnisse seiner Recherchen zu dem Unglück in diversen Archiven sowie historische Dokumente und Fotos.

Noch lebende Zeitzeugen sind eingeladen, ihre Erinnerungen an den Unglückstag zu schildern. Schließlich besteht die Möglichkeit, zu diskutieren und Fragen an Referent und Zeitzeugen zu stellen.

Josef Erhardt, Leiter des Bad Bodendorfer Heimatmuseums und -archivs, flankiert die Veranstaltung mit einer kleinen Ausstellung zu dem tragischen Unglück. Sie ist ab dem 17. Januar im Bad Bodendorfer Heimatmuseum und -archiv (Bahnhofstraße 15) zu sehen.


04. Januar 2020, Anton "Toni" Simons

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